DER HUND RUFT – THE DOG IS CALLING🐶

Heute goss es in Strömen , das Wasser lief in Bächlein die Straße runter.

Mir geht‘s auch nicht so berauschend, hab‘ schon wieder einen Infekt. Seit der Chemo jagt ein Bakterium das nächste und die Viren geben sich die Klinke in die Hand. Hatte letzte Zeit oft Antibiotika einzunehmen und diesmal will ich nicht schon wieder das Zeugs schlucken. Ich möchte die Blasenentzündung diesmal mit Homöopathie, literweise Cranberry-Saft und Blasentee bekämpfen. Ächz, es schmerzt, ich fühle mich krank, ein wenig Fieber ist da. Wäre schön, noch ein bissi hinzulegen. Aber ich höre ihn schon, den Hund. Er schlägt mit seiner Rute an die Wohnzimmertüre, weil er mich im Bad gehört hat. Er trommelt zum Aufbruch, der alte Indianer😊

Wir begrüßen uns und ich sag: „Lieber Hund, mein guter Flips. Mach mal dein Geschäft in den Garten, wenn‘s schon Not tut. Dann warten wir ein Stündchen, bis es zu schütten aufhört.“ Mache freundlich die Terassentüre auf und der Hund geht zwei Schritte über die Schwelle und sagt mit großen Hundeaugen: „Spinnst du, es gießt aus Eimern, da jagt man keinen Hund raus…… aber Gassigehen möchte ich schon und zwar gleich!“ Der Hund ist ein verzogener Typ und rennt Richtung Haustüre, jault und trippelt, fängt seinen Schwanz und freut sich. Ich denk, nur ein Viertelstündchen Couch…. aber der Verzogene steht vor der Tür und läßt sich nicht vom Gassi abbringen. Er denkt, es regnet nur bei uns im Garten. Ich rede eindringlich mit ihm und erzähle ihm von den Vorteilen, die er hätte, wenn wir abwarten würden, bis es nicht mehr so fest regnet. Er ist gewohnt, daß wir bei jedem Wetter losrennen….. aber nur heute, bitte, noch ein wenig auf die Couch legen…

Nein, der Hund ist unerbittlich, ich schlüpf‘ in Jeans, Gummistiefel und Regenjacke. Bahhhh, schon wieder die Blase, nochmal Toilette, Schmerz laß nach. Wir wollen in den Wald, vielleicht werden wir da nicht so naß. Da brauchen wir das Auto, sonst ist es zu weit. Gestern hab ich es gewaschen, es glänzt in der Garage. Wir starten, fahren die versumpften Feldwege zum Wald rauf….. der Dreck spritzt bis zu den Autofenstern hoch, obwohl ich Schritttempo fahre. Wir steigen aus, im Wald ist es zwar total lehmig und naß, aber der Regen erwischt uns nicht so.

Jetzt haben die schon wieder so viele Bäume gefällt und liegen gelassen. Die Stämme liegen quer über den Wegen. Der Hund ist trotz seines hohen Alters noch sehr fit (nur daheim macht er einen auf alter Hund mit Gelenkschmerz) und hüpft elegant über die Stämme. Ich mache es ihm nach und bleibe prompt mit einem Fuß hängen. Es haut mich mit Karacho und ungebremst in eine riesige Dreckspfütze! Ich liege auf dem Bauch, ein paar Sekunden und sortiere mich. Himmel, die Knie sind aufgeschlagen, glaub ich, die Handflächen brennen. Die Flexileine hab ich losgelassen, der Hund kommt und guckt nach, er schnüffelt und sagt: „Steh‘ auf, du lebst noch, stell dich nicht so an!“ Ich krabble hoch und triefe auf der Vorderseite, suche die Flexileine, nicht daß der Hund noch stiften geht, weil er ohne mich im Schlepptau, besser dran ist. Wische mir die Hände an der Jeans einigermaßen sauber, der Hund guckt schon ungeduldig und ich merke, daß ich anscheinend eine Ganzkörperprellung habe…. altes Weib fällt halt schwerer😊 Das Blöde ist, wir sind schon ganz schön weit gelaufen, zum Auto zurück ist es schon ein ziemliches Stück. Ich humple, der alte Hund zieht mich hinter sich her. Endlich beim Auto angekommen, rubble ich den Hund einigermaßen trocken, er hüpft ins Auto und dort schüttelt er sich den letzten Rest Schmutzwasser aus dem Fell…. Ich setz mich ins Auto, gut, daß ich nur auf der Vorderseite triefe, bleibt der Sitz sauber. Die Autoheizung stell‘ ich auf Maximalhitze – guter, alter Wagen, er heizt unglaublich schnell.

Endlich daheim, mache ich Generalreinigung und ziehe mich kuschlig an. Der Hund hat Hunger, wir essen erst mal was. Jetzt liege ich auf der Couch, die Decke bis zum Kinn und ich bibbere. Der Hund liegt auf seinem Bett neben der Couch und die Augen fallen ihm zu. Es ist schön, daheim zu sein😍

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